CDA drängt auf Neuregelung der Leiharbeit

04.03.2016

Für die CDA drängt der Vorsitzende des Kreisverbandes Fulda und des Bezirksverbandes Osthessen Hubert Schulte auf eine politische Neuregelung der Leiharbeit. "Wir brauchen dringend die Reform der Werkverträge, die die rechtliche Situation von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland verbessert, sowie die im Berliner Koalitionsvertrag vereinbarte Reform der Leiharbeit", sagte Schulte heute in Fulda.

Die Gesetzesvorlage sei bereits einmal überarbeitet worden und sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften hätten dem Kompromiss zugestimmt. "Es sei nicht nachvollziehbar, wenn sich vor diesem Hintergrund Teile der Union – und hier ist es vorrangig  die CSU - weiter  gegen die mit dem Einverständnis der Tarifvertragsparteien erarbeitete Vorlage stellen und sich wie ein Bremsklotz gegen soziale Gerechtigkeit verhalten".

Der CDA-Vorsitzende warnte davor, auf „dem Rücken von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Profilierungssucht einzelner Koalitionäre auszutoben". Es sei an der Zeit, dass nach langen Vorarbeiten endlich eine sozial gerechte Regelung auf den Weg gebracht werde. Die Gesetzesvorlage des Bundesarbeitsministeriums beschreite wichtige und überfällige  Schritte in die richtige Richtung, um Leiharbeitnehmern gleiche Rechte wie Festangestellten zu gewähren: eine maximale Beschäftigung von Leiharbeitnehmern bis zu 18 Monaten und eine gleiche Bezahlung nach spätestens neun Monaten. „Das Ziel muss es sein, die derzeitigen Auswüchse in der Leiharbeit klar zu begrenzen und eine gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit zu garantieren.“ fährt Schulte fort. Es könne und dürfe nicht sein,  dass Arbeitnehmer für die gleiche Arbeit bis zu 500 Euro netto weniger am Monatsende hätten.

V.i.S.d.P. Hubert Schulte