CDU Kreisverband Fulda

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Politischer Aschermittwoch der CDU Künzell

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Der Vorsitzende des Künzeller CDU-Gemeindeverbands, Stefan Schäfer, konnte zahlreiche Gäste zum traditionellen Politischen Aschermittwoch in Künzell begrüßen. Die Veranstaltung fand dieses Jahr wieder im neu renovierten Rathaussaal statt, in den zahlreiche aktive und ehemalige Kommunalpolitiker sowie auch interessierte Bürger gefunden hatten. Als Festredner konnte durch Stefan Schäfer in diesem Jahr Staatsminister Axel Wintermeyer gewonnen werden, der Chef der Hessischen Staatskanzlei ist.


In seiner Begrüßung stellte Stefan Schäfer heraus, dass der Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt des politischen Geschehens gerückt werden müsse. Die Parteien müssten zurück zu den alten Werten auf der Grundlage eines christlichen Weltbilds kommen. Wachstum und Belastung für die Bürger müssten stets gegeneinander abgewogen werden.
In seiner interessanten Rede ging Axel Wintermeyer sowohl auf aktuelle Ereignisse wie den Rücktritt von Christian Wulff ein als auch auf die Bilanz der hessischen Landesregierung. Er begrüßte es, dass es gelungen sei, mit Joachim Gauck einen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zu finden, der von einer breiten Mehrheit getragen wird. Gleichzeitig warf Axel Wintermeyer einen kritischen Blick auf die Rolle der Medien. Nicht die Medien regierten die Bundesrepublik, sondern die verfassungsmäßig legitimierten Parteien, die ihre Aufgabe demokratisch zugeteilt bekommen haben.
Auch das Thema Schuldenkrise durfte nicht fehlen. Hier wies Axel Wintermeyer auf die großen Vorteile des Euro für Deutschland hin. Gleichzeitig stehe und falle Europa mit dem Euro. Deutschland kommt aber in der aktuellen Krise eine besondere Verantwortung zu, weil Deutschland in der Regierungszeit von Gerhard Schröder erstmalig die Maastricht-Regeln gebrochen hatte und dabei streng darauf hingewirkt hatte, ohne Strafe davonzukommen.
Im Anschluss wies Wintermeyer auf die großen Erfolge in Hessen hin: Noch nie waren so viele Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wie derzeit. In Hessen gibt es ein hohes Wirtschaftswachstum und es werden mehr Ausbildungsplätze angeboten als nachgefragt. Noch nie haben so viele Touristen Hessen besucht wie im Jahr 2011. Diese und noch weitere Erfolge müssen in der CDU nicht nur zur Kenntnis genommen werden, sondern auch nach außen getragen werden.
Das Land Hessen hat in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen die Schuldengrenze eingeführt. Gleichzeitig stellt die demografische Entwicklung die Politik vor nie zuvor gekannte Aufgaben.
Ferner ging Wintermeyer darauf ein, dass wirtschaftliches Wachstum und die Belastung für die Bürger immer wieder gegeneinander abewogen werden müssten. Dies zeige sich zurzeit besonders am Frankfurter Flughafen, wo immer noch Gespräche mit den betroffenen Bürger laufen, um eine vertretbare Lösung zu finden.
Die Führung des Landes – so Wintermeyer – müsse durch die Politik erfolgen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls. Die Menschen brauchen den Mutbürger, nicht den Wutbürger. Wichtig sei der Mut zur Verantwortung statt einer Kultur des Jammerns.
Zum Thema Landesgartenschau 2018 wusste Wintermeyer noch zu berichten, dass die Vergabe nicht durch Büttenreden erfolge. Das Kabinett habe bis heute noch keine Entscheidung über den Ort getroffen.
Abschließend dankte Stefan Schäfer noch einmal herzlich dem Staatsminister für sein Kommen und seine klaren Worte.
Im Anschluss lud die CDU Künzell zum traditionellen Fischessen ein, bei dem der Abend mit politischen Gesprächen in kleinen Runden ausklang.

 
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