
Der CDU-Kreisverband Fulda hatte zu diesem interessanten, wie schwierigen Thema hochkarätige Referenten eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Dr. Walter Arnold führte der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Michael Meister, MdB, sehr anschaulich in das Thema ein.
Vier Probleme seien von der Politik zu lösen, so Meister, dies seien die zu hohe Verschuldung vieler EU-Länder, die Finanzkrise, die 2008 ihren Anfang nahm, die fehlende Wettbewerbsfähigkeit vor allem der südeuropäischen Länder und die globalen Ausmaße der Schuldenkrise. Man könne das Problem allerdings nicht damit lösen, dass die EZB über Eurobonds die Verantwortung der Schuldenländer übernehme; dies führe zu einer Verantwortungslosigkeit, die gegenüber den sparwilligen Ländern nicht zu erklären sei.
Auf dem Podium diskutierten anschließend unter der Moderation von Dr. Walter Arnold Dr. Michael Meister, Alois Früchtl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fulda, Patricia Fehrmann, Rechtsanwältin und Geschäftsführerin des elterlichen Betriebs in Fulda, Michael Tillmann, Chefredakteur der Fuldaer Zeitung, Prof. Harald Hau, gebürtiger Petersberger und Professor an der Universität Genf, und Dr. Hans-Georg Napp, Direktor der Landesbank Hessen-Thüringen. In der fast zweistündigen Expertenrunde wurden neben der Eigenkapitalausstattung der Banken, der drohenden Staatsinsolvenz Griechenlands und deren Praktiken bei der Abrufung von EU-Zuschüssen, der Frage, ob es eine Kreditklemme für mittelständische Unternehmen und Privatpersonen geben könne oder nicht auch die Sparbemühungen des Bundes heftig diskutiert. Alle in Deutschland wüssten, dass gespart werden müsse, so Meister, bald schon würden aber konkrete Auswirkungen sichtbar werden, was sicherlich zu Debatten führen würde. Trotz äußerst interessanter Fachdebatten blieb leider das Anliegen vieler Gäste, nämlich die Frage nach der Zukunft der eigenen, privaten Spareinlagen und der Altersversorgung unerwähnt.








