Ab heute Ausstellung in Fulda zu 50 Jahren Mauerbau

Fulda. "Wir müssen die ideologischen Mauern in den Köpfen derjenigen einreißen, die Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl noch immer nicht als schreiendes Unrecht anerkennen wollen", sagte der Bundestagsabgeordnete Michael Brand zu Beginn der von ihm aus Berlin nach Fulda geholten Plakatausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“. Die heute gestartete Ausstellung präsentiert Bilder, Dokumente und Texte, die von der Bundesstiftung Aufarbeitung erstellt wurde. Anlass der Ausstellung ist der Mauerbau, der sich am 13. August zum 50sten Male jährt.
"Der Bau der Mauer sollte die die zweite deutsche, dieses Mal rote Diktatur der Kommunisten nach der braunen Diktatur der Nazis zementieren und die Menschen in einem gigantischen Gefängnis einmauern", betonte Brand die Funktion der innerdeutschen Grenze während der Zeit der Teilung. "Die Freiheit der Menschen lässt sich aber trotz allen Drucks und aller Anpassung nie auf Dauer einsperren. Das wurde durch die friedliche Revolution der Deutschen im Herbst 1989 ebenso bewiesen wie die Unfähigkeit, kommunistische Diktatur und Freiheit zu versöhnen - die Freiheit hat am Ende gesiegt", so Brand.
Für Michael Brand, der auch Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte im Deutschen Bundestag ist, "bedeutet die Überwindung der Teilung gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn, dass wir auf Dauer dazu verpflichtet sind, auch an anderer Stelle, wie z.B. aktuell in der arabischen Welt, auf der Seite der Freiheit zu stehen", bekräftigte Brand.
Bei einer ersten Präsentation am heutigen Donnerstag der insgesamt 22 Exponate. die in "einfacher und umso eindringlicherer Form die Brutalität der Teilung einer Nation und die Hässlichkeit der Mauer dokumentieren". Brand sagte, er werde "nicht vergessen, wie wir als Jugendliche die brutale Grenze, quer durch unsere Region, als Trennung von Freunden und Familien erleben mussten, und als Schutzwall der Diktatur gegen die Freiheit. Umso mehr haben wir uns geschworen, dass dies nie wieder geschehen dar, und dass von deutschem Boden keine Diktatur und keine Unterdrückung mehr ausgehen soll", sagte der heimische Bundestagsabgeordnete bei der Eröffnung abschließend.
Die Ausstellung in den Räumen der CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Michael-Henkel-Straße 4-6 wird dort die nächsten 2 Wochen bis zum 26. August 2011 werktags von 9 bis 16 Uhr zu sehen sein. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Zudem sind Informationen über der Ausstellung unter dem Titel „DIE MAUER - Fakten, Bilder, Schicksale" auf der Internetseite der Bundesstiftung Aufarbeitung unter www.stiftung-aufarbeitung.de nachzulesen.






