
Zu diesem Thema konnte man mit dem ehemaligen JU-Landesvorsitzenden und aktuellen CDU-Vorsitzenden des Kreisverbandes Main-Kinzig-Kreis, Dr. Peter Tauber, MdB, einen echten Experten auf diesem Gebiet begrüßen. Tauber ist seit 6 Monaten CDU-Kreisvorsitzender und befasst sich seit dem intensiv mit der Reform der örtlichen Parteistrukturen.
„Politik ist kein Selbstzweck. Aufgabe der CDU ist es, die verschiedenen Interessen zu berücksichtigen und in einen fairen und tragfähigen Ausgleich zu bringen. Wir müssen den Menschen verdeutlichen, dass wir nach einem festen Koordinatensystem entscheiden und alle gesellschaftlichen Gruppen durch unsere Politik mitnehmen. Das bedeutet Arbeit und kostet Zeit. So eine Politik ist auch schwieriger zu erklären, als absolute, unerfüllbare Forderungen zu stellen, die nur Interessen einer Gruppen berücksichtigt“, beschrieb Tauber sein Politikverständnis, „Für diese Aufgabe brauchen wir moderne und arbeitsfähige Strukturen in unserer Partei und oftmals ein Umdenken in den Köpfen der Verantwortungsträger.“
Sinkende Mitgliederzahlen, weniger Stammwähler, überalterte Parteistrukturen und immer mehr Arbeit auf immer weniger meist ehrenamtlichen Schultern seien für eine Volkspartei die größten Herausforderungen. Es müsse Ziel der CDU sein, auch auf kommunaler Ebene permanent die inhaltliche Arbeit fortzuentwickeln. Dazu gehöre auch einmal eine Auseinandersetzung innerhalb der Partei. „Eine Volkspartei muss auch mal eine Kampfkandidatur aushalten, so Tauber und im Hinblick auf die neuen Medien fügt er hinzu: „Das Feld dürfen und müssen wir nicht anderen Parteien überlassen. Im Netz erreichen wir die Bürger und die eigenen Mitglieder.“
Die abschließende Diskussion mit den über 40 JU-Mitgliedern verdeutlichte das rege Interesse an dieser Problematik. „Wir wollen daran mitarbeiten, dass die CDU auch zukünftig fit und leistungsfähig bleibt“, so JU-Vorsitzender Benjamin TSCHESNOK zum Abschluss.










