CDU Kreisverband Fulda

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„Sie haben deutsch-deutsche Geschichte für jedermann erlebbar gemacht“

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Matinee zum Tag der„Sie haben deutsch-deutsche Geschichte für jedermann erlebbar gemacht“ Deutschen Einheit des CDU-Stadtverbandes Fulda


„Die Matinee zum Tag der Deutschen Einheit ist mittlerweile zu einer festen Tradition und Institution des CDU-Stadtverbandes Fulda geworden“, mit diesen Worten eröffnete der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Fulda Dr. Albert Post die diesjährige Gedenkfeier in der gut besuchten Aula der Diözesanbildungsstätte Bonifatiushaus in Fulda. Dabei betonte Post, dass die Erinnerung an „die zwei Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ gerade für die nachfolgenden Generationen wachgehalten werden müsse. Der CDU-Stadtverband Fulda werde mit seinen jährlichen Veranstaltungen zum 20. Juli und 03. Oktober dieser Verantwortung in hohem Maße gerecht.
Zu Gast bei der diesjährigen Gedenkfeier war der Autor Wolfgang Christmann. Dieser stellte sein Buch „Zur eigenen Sicherheit? Die Geschichte der geschleiften Höfe und ihrer Bewohner im Geisaer Amt“ vor. Christmann hatte zusammen mit seinem Co-Autor Bruno Leister in jahrelanger Arbeit die Geschichte von 32 Höfen und Weilern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze umfassend recherchiert. „Die jungen Menschen sollen dafür sorgen, dass so etwas auf deutschem Boden nie wieder passieren darf“, beschrieb Christmann gleich zu Beginn des Vortages seine Motivation. Anhand von ausgewählten Passagen seines Buches gab der Autor dem Publikum einen Einblick in die teils dramatischen Ereignisse in der thüringischen Rhön. So erfuhren die Zuhörer beispielsweise Näheres über die ehemalige „Buchenmühle“. Diese hätte direkt auf der Grenze zwischen der damaligen DDR und West-Deutschland gestanden, so dass sie am 14.09.1961 von DDR-Grenztruppen abgerissen worden wäre. „Dieses Schicksal teilte die „Buchenmühle“ mit Hunderten weiteren Höfen, die ebenfalls der Spitzhacke zum Opfer fielen“, so Christmann. Die Menschen wären dabei meist gar nicht oder erst sehr spät über ihre „Umsiedlung“ informiert worden, so dass diese in der Regel nur wenige Habseligkeiten mitnehmen konnten.
„Das 1950 gegründete Ministerium für Staatssicherheit hat mit seiner totalen Überwachung der gesamten Bevölkerung in der ehemaligen DDR dazu beigetragen, dass auch Häuser und Höfe, die nicht direkt an der innerdeutschen Grenze lagen, „evakuiert“ wurden“, gab Christmann zu bedenken. Die genauen Gründe dieser „Umsiedlungen“ blieben jedoch bis heute meist ungelöst. „Insgesamt haben in den Jahren 1952 und 1961 auf diese Weise ca. 12.000 Menschen ihre Häuser und Höfe verloren“, so der Autor am Ende seines Vortrages.
Der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Fulda Dr. Albert Post dankte Christmann sogleich für sein großes Engagement. „ Sie haben mit ihrer Aufarbeitung dieses Teils der deutsch-deutschen Geschichte diese nicht nur für jedermann erlebbar gemacht sondern auch einem Unrechtsregime konkrete Taten und Namen zugeordnet“, so Post abschließend.

 
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